Voraussetzungen Instandsetzungsfachbetrieb

Vorab: alle Regelungen sind in der Richtlinie „Erhaltung und Instandsetzung von Bauten aus Beton und Stahlbeton“ (Ausgabe April 2014) unter Pkt. 11 enthalten. Nachfolgend der Auszug für eine Einreichung:

Erforderliche Unterlagen

Um das Gütezeichen für Instandsetzungsfachbetriebe, ein spezielles Service für unsere ÖBV-Mitglieder, für einen Firmenstandort zu erhalten, sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Antrag (auf Ihrem Briefpapier, sollte enthalten, welche Filiale/Abteilung das Gütezeichen beantragt und für welche Teilbereiche gem. ÖBV-Richtlinie „Erhaltung und Instandsetzung von Bauten aus Beton und Stahlbeton“ (Ausgabe April 2014), Tab. 11/1 Sie um das Gütezeichen ansuchen)
  • Kopie eines aufrechten Überwachungsvertrages mit einer akkreditierten Prüf- und Überwachungsstelle (eine Liste der bisher mit uns im Zusammenhang agierenden Prüf- und Überwachungsstellen)
  • Sammlung aller Referenzen von Instandsetzungsarbeiten der letzten drei Jahre, die in Eigenleistung erbracht wurden (Formular Anhang 9 der Richtlinie), unterschrieben vom jeweiligen Auftraggeber, Bauherrn bzw. der ÖBA; Umfang und Einheiten entsprechend Tab. 11/1.
  • Schulungsnachweise für Führungs- und Fachpersonal (Formular Anhang 8 der Richtlinie; bei der Einreichung sind alle Zeugnisse in Kopie mitzusenden, bei Verlängerungen nur, wenn die Schulungen nicht bei der Österreichische Bautechnik Vereinigung gemacht wurden):
    • geschulte Führungskräfte: 100 % des für Instandsetzungsarbeiten eingesetzten Personals, anzumelden unter www.betonakademie.at
    • geschulte Fachkräfte: 50 % des für Instandsetzungsarbeiten eingesetzten Personals, anzumelden unter www.betonakademie.at
    ACHTUNG: Die Nachweise dürfen nicht älter als 5 Jahre sein.
    Die gleichen Regelungen gelten für die Teilbereiche "Injektionen" und "Nachträgliche Verstärkung"
  • Bei ISO 9001-zertifizierten Instandsetzungsfachbetrieben eine Kopie der Bestätigung durch die jeweilige Zertifizierungsstelle. Dies reduziert die Fremdüberwachungshäufigkeit von 2- auf 1-mal jährlich.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Verleihung des ÖBV-Gütezeichens Instandsetzungsfachbetrieb.

Kosten

Für die Verleihung des Gütezeichens „Instandsetzungsfachbetrieb“ ist je Standort/Filiale/Abteilung eine einmalige Gebühr zu entrichten.
Darüber hinaus ist für die ordentliche Mitgliedschaft in der Österreichische Bautechnik Vereinigung und die Pflege der Internetdatenbank-Einträge eine jährliche Gebühr zu entrichten.

Weitere Informationen

Termine

Die nächsten Einreichtermine für Neuanträge (inkl. aller Unterlagen als PDF):

1. März
1. September

In den Sektionssitzungen, die spätestens Ende des jeweiligen Monats stattfinden, wird dann über eine Gütezeichenverleihung entschieden.

Aufrechterhaltung des Gütezeichens „Instandsetzungsfachbetrieb“

Die Aufrechterhaltung des GZ ist unter Pkt. 11.4 der Richtlinie enthalten. Unter anderem ist hierbei

  • die kontinuierliche Eigenüberwachung gem. Pkt. 8.5.1
  • der weiterhin aufrechte Überwachungsvertrag
  • 1 bzw. 2 Fremdüberwachungen pro Jahr (abhängig, ob ISO 9001-zertifiziert); jeweils vor dem 1. März (bzw. bei 2-malig zusätzlich vor dem 1. September); entscheidend ist dabei das Datum des Fremdüberwachungs-Berichtes
  • die jährliche Meldung der Schulungen des Fach- und Führungspersonals mit Stichtag 31. Jänner
  • die jährliche Meldung der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Referenzen mit Stichtag 31. Jänner
  • das Erfüllen der Grenzwerte gem. Tab. 11/2
gefordert.

Entzug des Gütezeichens

Bei Vorliegen gewichtiger Gründe entgegen Pkt. 11.4, kann das Gütezeichen „Instandsetzungsfachbetrieb“ durch die Österreichische Bautechnik Vereinigung, Sektion „Erhaltung und Instandsetzung“ ganz oder in Teilbereichen entzogen werden. Grundsätzlich besteht kein Rechtsanspruch bei Entzug des Gütezeichens „Instandsetzungsfachbetrieb“.